Verkerhs- und Verschönerungsverein Speckhorn

 

Veranstaltungen des VV

 

 


 Speckhorn gestern und heute

 

 

Der Name Speckhorn deutet nicht etwa auf Lebensgewohnheiten seiner Bewohner hin, sondern ist lediglich eine altdeutsche Bezeichnung für ein Sumpfgebiet. Dazu ein Zitat aus dem Buch von Kurt Siekmann, Recklinghausen - kleiner Stadtführer, Verlag Rudolf Winkelmann 1986: 

 Der Ortsname, bereits im 11. Jahrhundert erwähnt, wird aus "Spechorne" hergeleitet, zusammengesetzt aus "Speche" (altniederdeutsch für Faschinenbrücke oder Pfahlbrücke) und "horne" (= Winkel, Vorsprung eines Feldes in den Wald oder Sumpf), also Brücke oder Damm zum nassen Land.

Die Gegend ist ein altes Siedlungsgebiet, worauf auch ein karolingischer Ringwall aus dem neunten Jahrhundert im Waldgebiet "Die Burg" hindeutet.

 

Karte der Gemeinde Recklinghausen von 1822

Ausschnitt aus: Übersicht der Gemeinde Recklinghausen mit ihrem Datennetze III & IV Ordnung, welches auf eine Paralelle zum Meridian von Coeln, durch den recklinghäuser Pfarrkirchthurm coordiniert ist. angefertigt, projectirt und ausgeführt im Jahre 1822 durch den leitenden Geometer Selß
(mit freundlicher Unterstützung des Katasteramts Kreis Recklinghausen)

 

Speckhorn ist bereits in der Karte der Gemeinde Recklinghausen von 1822 genau eingezeichnet. Die Karte ist gegenüber der heute üblichen Orientierung um 90o gedreht, Norden ist links und Osten ist oben. Die Halterner Strasse ist bereits in ihrem heutigen Verlauf dargestellt, auch die Flutstrasse, Speckhorner Strasse, Alstedde, Gersdorffstrasse und Reiffstrasse sind in ihrem Verlauf schon zu erkennen.

Klicken Sie auf die Karte, um diesen Ausschnitt in hoher Auflösung zu erhalten, wo alle Details sichtbar sind. Fahren Sie mit der Maus über das Bild und klicken Sie auf die Lupe, um die Karte in ihrer hohen Original-Auflösung zu sehen.

 

Die Heilige Familie Speckhorn war lange eine eigene kleine katholische Kirchengemeinde, mit eigenem Pfarrer. Nach der Pensionierung des letzten Pfarrers Wolfgang Strümper 2002 war es jedoch schwierig, die Eigenständigkeit aufrecht zu erhalten. Die Gemeinde wurde 2010 mit drei anderen Kirchengemeinden (St. Markus, St. Elisabeth und St. Peter) in Recklinghausen zusammengelegt zur neuen Gemeinde Sankt Peter.

 

Die katholische Grundschule in Speckhorn (heute: Don-Bosco-Schule Speckhorn) war viele Jahre lang sehr nachgesucht. Mit dem Geburtenrückgang ging jedoch die Zahl der Erstklässler zurück und die Schule geriet in Gefahr, mit einer anderen Grundschule in Recklinghausen zusammengelegt zu werden. Die Diskussion in den Jahren 2011 und 2012 über die Neubesetzung der Stelle der Schulleiterin war dabei wenig hilfreich. Stand Oktober 2012 war, dass die Schule als Verbundschule mit der Grundschule Im Romberg weitergeführt wird, mit 15 neuen Erstklässlern.
Auf dem Klassenfoto der Recklinghäuser Zeitung vom 8.9.2015 waren schon wieder 22 neue i-Männchen zu zählen, am 5.10.2017 waren es 20.

 

Die Freiwillige Feuerwehr Speckhorn wurde 1902 gegründet. Sie ist zuständig für den nördlichen Bereich der Stadt Recklinghausen. Das Feuerwehrhaus an der Kühlstrasse mit seinem großen Vorplatz wird gelegentlich für Veranstaltungen und Feste genutzt.

 

Die Hobbyfliegerei auf dem 1956 gegründeten Flugplatz Marl-Loemühle hat seit den 1970er Jahren zur Gründung von Bürgerinitiativen geführt, die sich gegen den Lärm wehrten. In den 80er Jahren sollte der Platz zum Regionalflughafen ausgebaut werden, danach folgten 1990 und dann mehrfach bis 2004 Stillegungsbeschlüsse des Kreises Recklinghausen und der Städte Marl und Recklinghausen. Sie wurden alle nicht umgesetzt.

Heute ist der Flugplatz privatisiert und Eigentum der Flieger. Seit 2012 geht die politische Diskussion um das Bestreben der Flieger, den Flugplatz durch den 2014 erfolgten Neubau einer Unterstellhalle und die Neuansiedlung von Flugzeugen auszubauen.

In der lange Zeit erbittert geführten politischen Diskussion übernahmen Speckhorner Bürger eine führende Rolle in der 1987 gegründeten Landschaftschutzgemeinschaft Fluglärm Loemühle, die die Interessen der Flugplatzanwohner vertrat und über 1000 Mitglieder hatte.

 

 

 

Im Juni 1998 wurde der Verkehrs- und Verschönerungsverein Speckhorn e.V. gegründet
    (Bericht in Recklinghäuser Zeitung): 

 

Zeitungsbericht von der Gründung des VV Speckhorn Juni 1998

 

 

Im Mai 2001 erhielt Speckhorn ein neues kleines Wahrzeichen (Bericht in der WAZ):

 

Errichtung eines Maibaums vor der Gaststätte Wessels-Lensmann

 

 

 

Noch einen Höhepunkt in der Geschichte Speckhorns gab es am 6.2.2010.

 

Schlaglöcher in der Kühlstrasse vor der Feuerwehr Speckhorn

 

Mit einer nachgewiesenen Schlaglochtiefe von 11 cm belegten wir einen der vorderen Plätze in der Umfrage von Radio Vest zur "Strasse mit den größten Schlaglöchern in Recklinghausen".

 

Die Kühlstrasse wurde in den Jahren 2010 und 2011 saniert. In 2012 liefen die Arbeiten an der Reiffstrasse. Die Flutstrasse und die Gersdorffstrasse wurden 2013 und 2014 in Angriff genommen und im Mai 2015 fertiggestellt. Die Kosten der Strassensanierung werden nur zu einem geringen Teil von der Stadt getragen, das meiste zahlen die Anwohner. Daraus ergab sich ein gewisser Gesprächsstoff.

 

Sanierte Kühlstrasse im Oktober 2012

Die neue Kühlstrasse gefällt mir gut.

Sanierte Kühlstrasse im Oktober 2012